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AWARENESS KONZEPT
Achtsamkeit & Wertschätzung

liev & seel binanner

Dieses Konzept ist der aktuelle Stand. Es ist immer begrenzt und wird laufend erweitert und aktualisiert. Es ist viel Text, aber wichtig. Wenn du Infos diesbezüglich wünscht, kannst du dich auch immer telefonisch an mich wenden. Ich mache Fehler oder vergesse - übe gern Kritik auf Augenhöhe wenn dir etwas auffällt.

Wieso Awareness?

Wir sehen Menschen nicht an, wie sie sich fühlen, ob und wie sie angesprochen werden wollen und ob sie Kontakt wollen oder für sich sein möchten. Dieses Konzept darf eine Inspiration sein und eine Einladung Yoga als Lebensweise zu begreifen, die auf dem Verhalten fußt mit dem ich in die Welt gehe: achtsam, wertschätzend, liebevoll, würdevoll und sanft.

Wir dürfen lernen, zu beobachten, statt Annahmen zu treffen, Glaubenssätze hinterfragen, Machtstrukturen aufbrechen, Unsicherheiten und Gefühle benennen und Privilegien wahrnehmen, mit denen wir in Begegnungen treten.

Ich als weiße, abled, queere und nicht-binäre Person trete vor diesem Hintergrund in Beziehungen zu meinen Teilnehmenden und eröffne Räume für andere - eure - Lebensrealitäten, in denen ihr zur Ruhe kommen dürft. Gleichzeitig kann ich niemals einen vollkommenen safe space garantieren.

Ich bin mir bewusst, dass kein Raum gleich sicher für jede Person ist und sich immer aus den gerade Anwesenden gestaltet.

 

AWARENESS KONZEPT YOGA IN EMDEN

Grundhaltung & Werte
Mein Yogaangebot richtet sich an Frauen*, inter, nicht-binäre und trans Personen (TIN*) als fluide Selbstbezeichnung. Informiere dich gern vorab hier wenn du unsicher bist, ob dies auf dich zutrifft. 
Im Yoga gilt "AHIMSA" - Gewaltlosigkeit in Taten und Worten zu dir selbst und allem Lebenden. Alle Teilnehmenden verpflichten sich zu einem respektvollem Umgang miteinander und zu Achtsamkeit gegenüber Grenzen (körperlich & emotional) - den eigenen und denen von anderen.
Ahimsa in der Yoga-Praxis geht über Selbstfürsorge hinaus – es bedeutet, aktiv dort einzugreifen, wo dir Ungerechtigkeit begegnet. Deine Praxis ist nicht nur persönlich, sondern wirkt immer auch durch dich auf andere. Frage zum Beispiel Personen ob und wie sie angesprochen werden möchten, welche Pronomen sie benutzen oder wenn du das Gefühl hast, behilflich sein zu können. Beobachten, fühlen und fragen bevor wir handeln holt uns aus gewohnten Denk- und Verhaltensstrukturen heraus, wir hinterfragen unsere Wahrnehmung der Welt.
Meine somatische Yoga-Arbeit ist geprägt von folgenden Haltungen:
 
1. Queerfeministische Perspektive
Unsere Körper sind vielfältig und von gesellschaftlichen Machtverhältnissen beeinflusst. Das Patriarchat macht auch vorm Yogaraum nicht Halt und es gilt, Verhaltensmuster und Machtstrukturen aktiv zu verlernen und Glaubenssätze zu hinterfragen, die dich stressen, klein halten oder belasten.
Yoga verstehe ich als Raum für Verständnis, Regulation, Selbstwahrnehmung, Fürsorge und (kollektive) Entlastung – nicht als Leistungsraum.

2. Würde & Respekt
Alle Personen werden in ihrer Selbstdefinition, ihren Grenzen und Erfahrungen respektiert.
Ich setze bei jeder Person, die den Yogaraum betritt, die Bereitschaft voraus, andere nicht abzuwerten oder zu diskriminieren.
 
3. Antidiskriminierung
Diskriminierendes Verhalten – offen oder subtil wird angesprochen und nicht toleriert.
 
4. Antifaschistische Haltung
Mein Raum positioniert sich klar gegen rechte, rassistische, queerfeindliche, transfeindliche und andere menschenfeindliche Ideologien.
 
5. Intersektionale Perspektive
Diskriminierung wirkt auf unterschiedliche, sich überschneidende Weise.
Nicht alles ist sichtbar – aber alles ist spürbar und wirkt sich direkt auf dein Körper- und Nervensystem aus.

6. Ziel des Awareness-Konzepts

  • einen möglichst achtsamen und diskriminierungssensiblen Raum zu gestalten

  • Grenzverletzungen vorzubeugen

  • Orientierung im Umgang mit schwierigen Situationen zu geben

  • Selbstbestimmung und kollektive Verantwortung zu stärken

Ein vollständig „sicherer“ Raum ist nicht garantiert – aber ich bemühe mich um größtmögliche Achtsamkeit.
 
7. Umgang mit Emotionen, Triggern & Bedürfnissen
Yoga kann körperliche und emotionale Prozesse auslösen.
Du darfst jederzeit:

  • pausieren oder Übungen anpassen

  • den Raum verlassen und zurückkommen

  • Unterstützung einfordern oder ablehnen

Ich biete:

  • klare, inklusive Sprache

  • Wahlmöglichkeiten und Alternativen in Übungen

  • transparente Kommunikation

  • einen achtsamen Umgang mit Tempo, Reizen und Übergängen

Wenn du Unterstützung brauchst, sprich mich an – ich bin dafür da.
 
8. Umgang mit Grenzverletzungen & Konflikten
Wenn es zu grenzüberschreitendem oder diskriminierendem Verhalten kommt:

  • ich unterbreche die Situation,

  • benenne das Verhalten als nicht akzeptabel,

  • kläre den Rahmen (ggf. im 1:1 Gespräch),

  • entscheide je nach Situation über weiteres Vorgehen (bis hin zum Ausschluss).

Mir ist wichtig, sowohl Betroffene zu schützen als auch Klarheit im Raum herzustellen.
 
9. Konsens & Körperkontakt
Es gibt keinen körperlichen Kontakt/Berührungen ohne vorherige Ankündigung und Zustimmung.

  • Adjustments sind immer optional

  • Alternativen werden angeboten

  • ein Nein braucht keine Begründung

Deine Wahrnehmung zählt. Du darfst jederzeit Grenzen setzen oder verändern.

©2026 yoga in emden.

26725 emden

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